Hochzeit im Fleet3

Hochzeitsvorbereitungen mal anders – oder wie wichtig die Logistik von A nach B zu kommen sein kann: Die Vorbereitungen der Hochzeit von Tina und Gari im Fleet3 waren unfreiwillig geprägt vom G20-Gipfel, der zur selben Zeit in Hamburg stattfinden sollte. Somit drehte sich vieles beim Planen weniger um Tischkarten und Deko, sondern darum, wo Straßen gesperrt sind und wie die Gäste vom Standesamt in Wandsbek zu den Landungsbrücken kommen können.

Von hier aus sollte die Hochzeitsgesellschaft per Hafenbarkasse zur Hochzeitslocation Fleet3 gelangen. Ein ambitionierter Plan, wenn parallel die G-20 Teilnehmer ca. 500m entfernt die Elbphilharmonie besuchen. Aber mein Brautpaar blieb super entspannt und das habe ich die ganze Zeit sehr bewundert. Sie haben sich nicht verrückt machen lassen und in Ruhe ihre Gäste – besonders die von ausserhalb – so gut wie möglich vorbereitet.

So blieb die Hochzeit dann auch eine Planung mit variablen Verkehrsmitteln und erst als der Stretchlimousinen-Besitzer zwei Tage vor der Hochzeit absagte, wurde es spannend – wie als Brautpaar dem Anlass angemessen vom Standesamt zu den Landungsbrücken kommen?

Aus der Limo sollte ein Taxi werden und als das Taxi beim Standesamt eintraf, meinte der Fahrer, dass das Gebiet an den Landungsbrücken komplett gesperrt sei…

Also blieb nur noch die S-Bahn! Zu gern wäre ich dabei gewesen, als Fotograf hatte ich jedoch eigene Herausforderungen: Nämlich die Fotobox und mein ganzes Equipment trotz zahlreicher Sperrungen vom Standesamt nach Finkenwerder zu bekommen (im Hafen waren auch Demonstrationen südlich der Elbe und auf dem Wasser angekündigt) und zwischendurch auch noch ein Portraitshooting auf der Rickmer Rickmers an den Landungsbrücken einschieben.

Als Ortskundiger ließ ich mich nicht beirren, fuhr nicht direkt zum Hafen sondern zu einer S-Bahnhaltestelle südlich vom Hauptbahnhof, erklärte einer Polizistin meinen Plan um durch die Absperrungen rund um die S-Bahn dort parken zu können. Sie glaubte mir und mein Plan ging auf – so konnte ich entspannt die Landungsbrücken per S-Bahn erreichen und schon bald einem erleichterten Bratupaar begegnen, das zuvor mit Gästen im Hotel Hafen Hamburg einen kleinen Gäste-Empfang genossen hatte.

Das Shooting hat super geklappt, immer mal wieder brausten Polizeiboote durch den Hafen und Wasserwerfer fuhren an den Landungsbrücken vorbei – heute also eine außergewöhnliche Hochzeitsatmosphäre und -perspektive, das Geschehen vom Logenplatz auf dem Museumsschiff mit etwas Abstand zu betrachten.

Anschließend trennten sich unsere Wege für kurze Zeit, die Logistik ließ eine Mitfahrt auf der Hafenrundfahrt-Barkasse nicht zu, also winkte ich der Gesellschaft von der Rickmer Rickmers aus zu und eilte zurück zu meinem Auto um vor der Hochzeitsgesellschaft in Finkenwerder zu sein.

Nun war die große Herausforderung überstanden und es konnte ausgelassen gefeiert werden – mit Feuerwerk, Nachtportraitshooting und tollen Tanzdarbietungen! Aber auch der Abend war ungewöhnlich, zum Beispiel der Hochzeitstanz…

Auch wenn ich die Herausforderungen am Tag so ausführlich beschrieben habe, weil sie so ungewöhnlich für eine Hochzeit waren, so war es eine wunderschöne Traumhochzeit, mit einer sehr romantischen freien Trauung bei angenehmer Nachmittagssonne auf der Dachterrasse des Fleet3, klasse Stimmung und tollen Tanzeinlagen bei der Party!

P.S.: Beim Geting Ready im Hintergrund seht Ihr Leinwandbilder von unserem Kennlernshooting in den Boberger Dünen, ich bin immer wieder begeistert davon welchen Logenplatz die Bilder meiner Pärchenshootings bei meinen Brautpaaren bekommen!